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10 Jahre IUU-Verordnung: Auswirkungen auf Handelsströme mit Fisch und Meeresfrüchten
Feb 05, 2018

10 Jahre IUU-Verordnung: Auswirkungen auf Handelsströme mit Fisch und Meeresfrüchten

By EJF Staff

EU-Verbraucher können sich nicht gänzlich sicher sein, dass der Fisch auf ihren Tellern nicht aus Piratenfischerei stammt. Und das, obwohl die EU über die weltweit schärfsten Gesetze zur Vermeidung der illegalen Fischerei verfügt.  

Ein neuer Bericht von EJF, Oceana, Pew und dem WWF kommt zu dem Schluss, dass gemeinsame Anstrengungen der EU-Mitgliedstaaten notwendig sind, damit Fisch und Meeresfrüchte aus illegalen Fängen nicht auf den EU-Markt kommen.  

Die IUU-Verordnung—das EU-Gesetzespaket, das verhindern soll, dass Fisch aus illegaler, nicht gemeldeter und unregulierter Fischerei in den EU-Markt gelangt—ist das weltweit ambitionierteste Gesetz im Kampf gegen die Piratenfischerei. Sie wirkt sich direkt auf die Länder außerhalb der EU aus, die Fisch oder Meeresfrüchte in die EU exportieren wollen aber keine ausreichenden Schritte zur Vermeidung der illegalen Fischerei unternehmen.  

Der Bericht zeigt, dass Fisch und Meeresfrüchte möglicherweise gezielt über jene Länder in die EU eingeführt werden, die über vergleichsweise schwächere Warenkontrollen verfügen.  

Um illegalen Fisch und Meeresfrüchte vom EU-Markt fernzuhalten, müssen die Mitgliedstaaten der EU ihre Kontrollen besser koordinieren, um den Weg dieser Produkte zu Händlern, Restaurants und letztlich den Verbrauchern abzuschneiden.  

Nur dann können Einfallstore für illegalen Fisch geschlossen werden, und es wird sichergestellt, dass auch die Handelsrouten innerhalb der EU die IUU-Verordnung nicht untergraben. 

Eine IT-Datenbank spielt bei einer effektiv umgesetzten Verordnung eine überaus wichtige Rolle. Für die EU-Kommission muss der Aufbau dieser Datenbank oberste Priorität haben.  

Die Verbraucher in der EU legen zunehmend Wert auf Fisch aus nachhaltigen und legalen Quellen. Wenn es nicht gelingt, dass die IUU-Verordnung in der gesamten EU einheitlich umgesetzt ist, dann können sich weder Verbraucher noch die EU-Fischereibranche sicher sein, dass der Fisch ihrer Wahl legalen Ursprungs ist.

Zu den Highlights des Berichts in deutscher Sprache

Lesen Sie den ganzen Bericht (englisch) hier

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